Zeitung Heute : Stihl rügt Vorbereitung auf den Jahreswechsel

BONN .Noch immer sind 45 Prozent der Unternehmen in Deutschland nach Angaben von DIHT-Präsident Hans-Peter Stihl nicht ausreichend vor Computerausfällen beim Jahrtausendwechsel geschützt.15 Prozent der Betriebe sowohl in West- als auch in Ostdeutschland hätten mit den Umstellungsarbeiten noch gar nicht begonnen, sagte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelstages am Donnerstag in Bonn.Mit einem "Vorsorgeappell" wolle der Deutsche Industrie- und Handelstag (DIHT) die Unternehmen in Deutschland nun aufrütteln und vor beachtlichem Schaden durch den Ausfall von Computern, Maschinen und Aufzügen bewahren.

Zwar hätten sich die Anstrengungen der Unternehmen zur Bewältigung der Umstellungsarbeiten in den vergangenen Wochen deutlich verstärkt, sagte der DIHT-Präsident Stihl.Dennoch gebe es einen nicht zu unterschätzenden Nachholbedarf.Vor allem bei kleinen und mittleren Unternehmen werde der Zeitaufwand für die Umstellung oft unterschätzt.Angesichts der knapper werdenden Zeit forderte Stihl die Firmen auf, sich auf die kritischen Bereiche wie die überlebenswichtigen Systeme und Anlagen zu konzentrieren.

Nach Angaben des Parlamentarischen Wirtschafts-Staatssekretärs Siegmar Mosdorf (SPD) sind die wichtigsten Infrastrukturbereiche in Deutschland wie die Energieversorgung, Telekommunikation, Verkehr und Finanzdienstleistungen verhältnismäßig gut auf den Jahrtausendwechsel vorbereitet.Auch Großunternehmen würden ihre Computer nach Expertenmeinung rechtzeitig umgestellt haben.Im Zusammenhang mit dem Jahrtausendwechsel stünden allerdings nicht nur Unternehmen in der Pflicht.Neben der unzureichenden Vorbereitung kleiner und mittlerer Betriebe gebe es aber auch noch Informationslücken bei einem Teil der Gemeinden.

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