Zeitung Heute : Stimmen und Stimmungen Meinungsforscher: Beide Kandidaten können zulegen

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Und wer hat gewonnen? Im Prinzip beide, sagt Richard Hilmer von Infratest. Gleich nach dem Schlagabtausch hatte das Institut allerdings einen Vorteil von 43 zu 33 Prozent für Bundeskanzler Schröder gemeldet. Dann lagen die Kontrahenten in punkto Kompetenz plötzlich beide bei 37 Prozent. Beim Meinungsforschungsinstitut Forsa hielten 48 Prozent der Befragten Schröder für kompetenter, 41 den Unions-Kandidaten Stoiber. Die Forschungsgruppe Wahlen hingegen meldete mit 37 Prozent einen Duell-Sieger Stoiber vor dem Kanzler mit 35 Prozent.

Kein Widerspruch sei das, finden Matthias Jung von der Forschungsgruppe Wahlen und Richard Hilmer. Die ersten Infratest-Ergebnisse seien zur Halbzeit des Duells erfragt worden, die Stimmung habe sich im weiteren Verlauf geändert. Was die Frage nach der Kompetenz der Gegner betreffe, sei man also zu einem fast gleichen Ergebnis gekommen. Auch wenn diese in dem Punkt dann etwa gleichauf liegen, ist das Fazit der Meinungsforscher: Stoiber konnte während des Duells Punkte gutmachen, auch weil die Erwartungshaltung an ihn geringer war. Aber die Mehrheit der Deutschen will nach wie vor lieber Gerhard Schröder als Kanzler. Beide Kandidaten gewannen während der Sendung in dieser Frage dazu. Infratest ermittelte nach dem Duell ein Verhältnis von 42 zu 36 Prozent, die Forschungsgruppe 56 zu 42 jeweils für den SPD-Politiker. Ruth Ciesinger

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