Zeitung Heute : Stoiber tritt ab – CSU-Nachwuchs will jüngere Minister

München/Berlin - Nach 14 Jahren an der Spitze des Freistaats hat Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) den Weg für einen neuen Regierungschef frei gemacht. In einem Schreiben an Landtagspräsident Alois Glück (CSU) erklärte er am Sonntag seinen Rücktritt. Er hatte diesen Schritt bereits im Januar nach heftigem Druck aus der CSU angekündigt. Stoibers Nachfolger Günther Beckstein soll am 9. Oktober vom Landtag gewählt werden. Der Rücktritt des Regierungschefs hat automatisch auch denRücktritt des Kabinetts zur Folge. Die neue Ministerriege wird am 16. Oktober vereidigt.

Der Vorsitzende der Jungen Union in Bayern, Manfred Weber, forderte, den Generationenwechsel in seiner Partei über eine Verjüngung des bayerischen Landeskabinetts zu erreichen. Dem Tagesspiegel sagte der CSU-Europaabgeordnete: „Die jetzigen Regierungsmitglieder sind im Durchschnitt knapp 60 Jahre alt. Als Edmund Stoiber vor 14 Jahren ins Amt gekommen ist, hatte das bayerische Kabinett ein Durchschnittsalter von 50 Jahren. Genau dahin müssen wir wieder zurück.“ Auch Leute wie Beckstein, Huber, Waigel und Seehofer seien schon mit 40 in führende Staats- und Parteiämter gekommen und hätten sich so profilieren können. ddp/m.m.

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben