Zeitung Heute : Stolze Preisträger

Bei der IBM University Business Challenge machten Studierende der FHW als Unternehmer Karriere

Anke Sprenger

Eine charismatische Unternehmerpersönlichkeit treffen, sich im IBM Headquarter in London mit den besten Wirtschaftsstudenten Englands messen und schließlich den zweiten Platz im prestigeträchtigsten Unternehmensplanspiel für Undergraduates in Großbritannien, der IBM University Business Challenge, gewinnen – davon träumt wohl so mancher Wirtschaftsstudent. Für Koray Külcür, Jan Hannes Lang, Christoph Mues, Ariane Stiebitz, Julie Steffen und Michael Rehfeld von der Fachhochschule für Wirtschaft Berlin (FHW) wurde dieser Traum während ihres Auslandsjahres an der Anglia Ruskin University in Cambridge Wirklichkeit.

„Dass wir all unser Fachwissen einsetzen würden, war selbstverständlich. Dass wir uns sehr engagieren würden, war Ehrensache. Dass wir aber unter die ersten drei kommen würden, damit hatten wir nicht gerechnet“, sagt Michael Rehfeld. Unter 140 Teams aus allen britischen Universitäten setzten sich die sechs angehenden Diplom-Kaufleute, die im deutsch-britischen Studiengang International Business an der FHW studieren, gegen so renommierte Unis wie die Warwick und die Tanaka Business School London durch. Ins Rennen gegangen waren sie als Vertreter ihrer britischen Gasthochschule. Das Halbfinale fand im European Financial Headquarter von Procter & Gamble in Newcastle statt, wo sich das Team von der FHW für das Finale qualifizierte.

„Die IBM Challenge wird sowohl von Unternehmen als auch von Universitäten mittlerweile als ernsthafter Wettbewerb unter den Wirtschaftsfakultäten betrachtet“, erklärt Teilnehmer Michael Rehfeld. „Sie hat sich im Laufe der letzten sieben Jahre zu mehr als nur einem gewöhnlichen Recruitment-Event entwickelt. Heute ist das Planspiel ein wichtiges Instrument der Unternehmen, um die besten Köpfe des Landes zu finden und für sich zu gewinnen.“ Entsprechend stark ist die Teilnahme: Manche Hochschulen schicken bis zu sechs Teams ins Rennen, obwohl die Teilnahme 450 britische Pfund pro Team kostet.

Das größte und relevanteste Unternehmensplanspiel für Undergraduates in Großbritannien wird jedes Jahr von der Firma „Learning-Dynamics“ in Zusammenarbeit mit IBM und weiteren Sponsoren aus der Wirtschaft veranstaltet. Es basiert auf einer Software, die wichtige Entscheidungsfähigkeiten für das alltägliche Geschäft hinterfragt. Dabei müssen unter anderem Marketingausgaben, Produktionskapazitäten, Verkaufspreise und Finanzierungsformen definiert werden.

Im Finale zur Ermittlung des diesjährigen Preisträgers traten die acht besten Teams im IBM Headquarter in London gegeneinander an. Die sechs Berliner Studierenden zeigten Exzellenz und erkämpften sich den zweiten Platz. Das Preisgeld in Höhe von 500 Pfund hatte dabei mehr symbolischen Wert: „Für uns war es einfach ein außergewöhliches Erlebnis, uns in unserem Auslandsjahr mit den besten Wirtschaftsstudenten hierzulande zu messen“, sagt Rehfeld. Das Sahnehäubchen war die persönliche Gesprächsrunde mit Larry Hirst, in der der IBM-Manager den Endrunden-Teams zwei Stunden seiner Zeit widmete.

Ihren Erfolg feierten die Studierenden schließlich in einer Sonderveranstaltung der Ashcroft Business School. Besondere Ehre wurde ihnen auch im Hörsaal zuteil: Dieter Lange, Gastprofessor an der Anglia Ruskin University und in leitender Position beim Beratungsunternehmen Capgemini tätig, ehrte die sechs Berliner in seiner Gastvorlesung zum Thema „Strategic Developments in High Technologies“.

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