Zeitung Heute : Streit um Parkzonen

Auch zwischen Kaiserdamm und Berliner Straße werden möglicherweise bald Gebühren kassiert

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Für den Gutachter ist die Sache klar: In Teilen der City-West seien die Parkplätze derart knapp, dass auch dort Gebühren kassiert werden sollten, urteilte jetzt ein vom Bezirk beauftragtes Planungsbüro. Doch prompt gab es Kritik: „Ideologieverblendete Verkehrserziehung“ warf die FDP den Grünen und deren Verkehrsstadträtin Martina Schmiedhofer in der jüngsten Sitzung der Bezirksverordneten vor.

Es geht um drei mögliche Zonen in einem Gebiet zwischen Kaiserdamm und Berliner Straße (siehe Grafik). Auch die CDU lehnt Parkgebühren dort ab. Die Situation sei nicht vergleichbar mit dem Kurfürstendamm, wo die bestehende Gebührenregelung sinnvoll sei. Noch hat die BVV keinen Beschluss gefasst.

Wie stark die Bürger einbezogen werden, ist unklar. Für den 6. April hatte das Bezirksamt zur Einwohnerversammlung eingeladen. Anwohner fordern aber einzelne Versammlungen für jedes der drei Gebiete. Das Gutachten steht auf der Internetseite des Bezirks (www.charlottenburg-wilmersdorf.de).

Demnach parken viele Autos ordnungswidrig: Die mehr als 11 000 Stellplätze sind tagsüber im Durchschnitt zu 115 Prozent belegt.

Verkehrsstadträtin Schmiedhofer sagt, es gehe „nicht ums Geld“. Für Anwohner und Kunden der Läden könne die Parkplatzsuche leichter werden, die Lärm- und Abgasbelastung nehme ab. Die Gebühr soll 25 Cent pro Viertelstunde betragen (Mo.–Fr. bis 20 Uhr, Sa. bis 18 Uhr). CD

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