Zeitung Heute : "Sturmzeit" im ZDF mit Jeanette Hain und Ben Becker

Manfred Loimeier

Als "Millenniumsprojekt" hat das ZDF dieses fünfteilige Film-Epos angekündigt. Am Beispiel einer ostpreußischen Familie lässt sie das zu Ende gehende Jahrhundert Revue passieren. Erster Weltkrieg und die Oktober- und Novemberrevolution in Russland prägten als historische Marksteine den ersten Teil, junge Liebe, überstürzte Ehe und eine nicht-eheliche Schwangerschaft gaben der großen Geschichte eine persönliche Note.

Drehbuchautor Wolfgang Kirchner setzte die Film-Handlung bruchlos aus den Romanen "Sturmzeit", "Wilde Lupinen" und "Stunde der Erben" der jungen Erfolgsschriftstellerin Charlotte Link zusammen. "Sturmzeit" ist dabei tadellos verfilmt - zumindest was den ersten Teil betrifft sowie den Anspruch, kein Historiendrama bieten zu wollen, sondern eine Familiensaga. Dramaturgisch wechseln sich Passagen großer Politik mit familiären Dramen ab, folgen ruhige Sequenzen der Liebe solchen ungestümer Leidenschaften.

Regisseur Bernd Böhlich inszenierte ohne überzogenen Gestus; er verharrte zwar an der Oberfläche seiner Figuren, gab ihnen aber Glaubwürdigkeit. Dazu trug die hervorragende Besetzung bei, aus der neben Jeanette Hain ein ungemein präsenter Ben Becker herausragte.

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