Zeitung Heute : Südtirols Sonnenberg: Der Ritten ist ideal für ruhesuchende Urlauber

Auskunft: Tourismusverein Ritten Renon[Dorfstra&s]

Wer über die klassische "Einflugschneise" Brenner nach Italien fährt, kann ihn nicht verfehlen: Kurz vor Bozen geht es rechts hinauf zum Ritten. "Wie ein Guglhupf liegt der Ritten inmitten des Landes Südtirol", beschreibt Peter Righi, Direktor des örtlichen Tourismusvereins die Lage des für alpine Verhältnisse eher unspektakulär aussehenden Bergmassivs.

"Vom Ritten schaut man eher weg als zu ihm hin", beschreibt Righi seinen Heimatberg. Was damit gemeint ist, bemerkt man erst, wenn man sich auf einer Höhe von rund 1300 Metern umschaut: Urlaub mit 360 Grad Rundblick. Durch die zentrale Lage kann man den Blick schweifen lassen auf die Eisriesen des Alpenhauptkammes, die Gipfel der Dolomiten, den Talfer im Westen, die Sarntaler Alpen im Norden und den Eisack im Osten. Schon von alters her erkoren sich Kaufleute und Patrizier aus Bozen und dem Veneto den Ritten als ihre "Sommerfrische". Und so verzeichnen die Chroniken bereits im 16. Jahrhundert den Aufenthalt der ersten "Touristen", die vor der Hitze aus den Städten ins kühle Gebirge flüchteten.

Noch heute ist es das milde, ausgeglichene Klima, das Urlaubsgäste zum Ritten lockt. Während das Bergmassiv im Winter wegen der sonnigen Lage verhältnismäßig hohe Temperaturen aufweist, bleibt es im Sommer dank der Höhenlage von der Hitze verschont. Die Natur am Ritten reicht von mediterraner Vegetation an den Hängen über saftige Wiesen und Buchenwälder bis zur alpinen Landschaft. Zu finden sind Weinbau bis in Höhen von 1000 Meter, aber auch Alpenrosen und Hochalmen. "In den vergangenen Jahrzehnten hat sich der Ritten zu einer modernen Tourismusregion für Natur-Urlauber, Familien und Genießer entwickelt", berichtet der Tourismusdirektor. Wer "Fun" und "Action" suche, sei hier falsch.

Der ideale Urlauber am Ritten ist der Wanderer. "In den nächsten drei Jahren wollen wir das beste Wandergebiet Südtirols werden", verkündet Righi. Aus diesem Grund wurden alte, im Laufe der Jahre verfallene Wanderwege renoviert und wieder in das Wanderwegenetz eingefügt. Dabei handelt es sich um alte Querverbindungen zwischen den zwölf Orten am Ritten.

Das Wandernetz ist 360 Kilometer lang . Ein neuer Themenweg rund um Lengmoos und Oberbozen führt zu den Wahrzeichen der Region, der Erdpyramidenweg zu den bizarren Verwitterungsformen ins Katzen- oder Finsterbachtal. Dort kann man die bis zu 30 Meter hohen rötlich-braunen Erdsäulen aus der Nähe bestaunen. Auch der neue 160 Kilometer lange Rundwanderweg und die 100 Jahre alte Fennpromenade von Lengmoos nach Klobenstein mit spektakulärem Dolomiten-Blick gehören zum Ritten-Urlaub. Und dann gibt es noch das "Rittner Bahnd&l", Südtirols einzige Schmalspurbahn aus der k.u.k.-Zeit mit Original-Holzwaggons. Es bummelt mehrmals täglich von Oberbozen nach Klobenstein.

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