Zeitung Heute : Süßes und Gesundes

Mit seinem Angebot an frischen Säften und selbstgebackenem Kuchen fühlt sich das Ehepaar Sczesny auf dem Markt in der Preußenallee in guter Gesellschaft

Günter Bartsch

Kleine Plastikbecher stehen auf dem Tresen, gefüllt mit gelben, roten und orangefarbenen Flüssigkeiten. „Probieren Sie mal“, ermuntert Klaus Sczesny zwei Frauen, die zögernd vor seinem Stand auf dem Wochenmarkt in der Preußenallee stehen. Was drin ist in den Bechern, verrät Sczesny nicht, das sollen die Damen selbst erschmecken. Mit Erfolg: „Apfel, Banane und Orange“ – der erste Fruchtsaft ist schnell identifiziert.

Nachdem im Sanitärbereich die Geschäfte nicht mehr liefen, entschlossen sich Sczesny und seine Frau Christine, Markthändler zu werden. Rund ein Jahr gibt es nun ihren „Berliner Naschmarkt“, auf dem sie neben frisch gepressten Säften unter anderem Süßspeisen und selbstgebackene Kuchen verkaufen. Besonders gut, erzählt Sczesny, gehen „Klassiker“ wie Rübli- und Käsekuchen. Vom Steckrübeneintopf mit Gänseklein habe er in einer Stunde 35 Portionen verkauft.

Auf dem Markt in der Preußenallee fühlt sich das Ehepaar in guter Gesellschaft. Die Kundschaft gönnt sich hier gern etwas Gutes und lässt sich das auch etwas kosten. Angesichts der großen Auswahl dürfte bei den Marktbesuchern kaum ein kulinarischer Wunsch offen bleiben. Obst, Gemüse, Fleisch, Fisch, Käse, Kartoffeln, Backwaren und vieles mehr gibt es hier. Die Zukunft der Wochenmärkte sieht Klaus Sczesny weniger bei herkömmlichen Nahrungsmitteln – „die bekommt man auch im Supermarkt“ – als vielmehr bei frischen Produkten aus eigener Herstellung.

Mit „Liebe, Leidenschaft und gutem Service“ will er seine Kunden überzeugen. Diesem Zweck dient auch die Möglichkeit, Kuchen, Desserts und andere Speisen für Feiern zu bestellen.

— Marktzeiten: Di. und Fr.

8 bis 13 Uhr

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