Zeitung Heute : SUPERHELDENFILM

Wolverine – Weg des Kriegers.

Als hätte der durch Selbstheilungskräfte quasi unsterbliche Titelheld in über 200 Lebensjahren nicht schon genug Traumata angesammelt, musste er in „X-Men 3“ auch noch seine große Liebe (Famke Janssen) mit den Adamantiumklauen erdolchen. Die erscheint ihm nun in Albträumen, was Wolverines Mission in Tokio nicht gerade erleichtert. Dort soll er die Enkelin eines alten Freundes vor Ninjas, Yakuza und einer fiesen Giftspritzerin beschützen und gerät zwischen alle Fronten. Zwar ist das zweite Soloabenteuer des backenbärtigen Mutanten etwas verworren, und wer versucht, für die bislang sechs X-Men-Filme eine gemeinsame Zeitlinie zu konstruieren, wird scheitern. Doch der Ansatz, der Größer-Länger-Teurer-Hybris im Superheldengenre eine Gesundgeschrumpfungskur („nur“ 100 Millionen Dollar Kosten) zu verpassen, ist ebenso sympathisch wie dieser angenehm unhysterische Film unterhaltsam. Jörg Wunder

USA 2013, 126 Min., R: James Mangold, D: Hugh Jackman

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