Zeitung Heute : "SZ-Magazin" entschuldigt sich - Juristische Schritte gegen Star-Schreiber Kummer

Die "Süddeutsche Zeitung" hat sich am Donnerstag öffentlich für gefälschte Hollywood-Interviews des "SZ-Magazin"-Autors Tom Kummer entschuldigt. In einer Erklärung auf der Medien-Seite des Blattes äußerte "SZ"-Chefredakteur Hans Werner Kilz sein Bedauern und meinte, dass "ein Mitarbeiter, der Interviews passagenweise erfindet", sich nicht nur für die "Süddeutsche Zeitung" disqualifiziere. Die Chefredaktion des "SZ-Magazins" werde Vorkehrungen treffen, um "derart unverzeihliche Pannen" künftig zu verhindern.

Kummer, der für zahlreiche andere namhafte deutsche Blätter arbeitet, war Ende der 90er Jahre unter anderem im "SZ-Magazin" mit viel beachteten Interviews mit Hollywood-Stars wie Sharon Stone, Kim Basinger oder Brad Pitt präsent. Das "SZ-Magazin" hatte sich im vergangenen Jahr wie das Magazin des Züricher "Tagesanzeiger" nach Zweifeln über die Arbeitsweise Kummers von dem Schweizer Journalisten getrennt. Öffentlich erneut diskutiert wurden die Vorwürfe gegen Kummer nach einem Bericht des Münchner Wochenmagazins "Focus".

Der Geschäftsführer des "SZ-Magazins", Peter Schuck, erklärte in der "SZ", dass zivil- und strafrechtliche Ansprüche gegen Kummer geprüft werden. Darüber hinaus sollten Sicherheitsstandards diskutiert werden, die "solche Anschläge auf das Ethos des Journalismus" verhindern, fügte Christian Kämmerling vom "SZ-Magazin" hinzu.

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