Zeitung Heute : T-Online führt Top-Ten an

KURT SAGATZ

Von der T-Online-Vorgabe hat sich das Gros der deutschen Provider noch nicht vollständig erholt.Mit einem Minutenpreis von 6 Pfennig einschließlich der Telefonkosten sowie mit schnellen Leitungen, erfreulichen Hotlinezeiten und -kosten sowie mit Extras wie 10 Megabyte Webspace für private Homepages hat es die Telekom-Tochter geschafft, sich jenseits des alten Images eines verstaubten Online-Dienstes im Markt der Internet Service Provider den Spitzenplatz im Tagesspiegel-Providertest zu sichern.

Nicht nur das Absenken des Minutenpreises, sondern auch die bessere Kostenkontrolle durch das Zusammenführen von Onlinekosten und Telefongebühren zeigt in die richtige Richtung.Unverständlich nur, warum T-Online für die erste Minute ein sogenanntes Verbindungsentgelt von weiteren 6 Pfennig erhebt, denn damit verliert der Dienst für das regelmäßige kurze Abrufen von E-Mails seine Attraktivität.

Doch längst nicht nur T-Online ist in der Lage, maßgeschneiderte Internettarife für die verschiedenen Zielgruppen aus Wenig-Surfern, Normalsurfern und Vielsurfern anzubieten.Obwohl im Testfeld alle wichtigen überregionalen Provider wie Arcor, o-tel-o, und Nikoma vertreten waren, schaffte es aus dieser Gruppe der Internet-by-Call-Anbieter gerade einmal Talknet, in den Bereich der besten fünf Vielsurfer-Tarife zu gelangen.Diese neuen Tarife, bei dem der Kunde keinen Vertrag abschließt und nur die verbrauchten Online-Minuten einschließlich der Telefongebühren bezahlt, haben durchaus ihre Schwächen bei der Geschwindigkeit, den Extras oder dem Service.

Besser verstanden es da Anbieter wie BerlinWeb, Sireco und Transmedia, ihre Tarife auf die Bedürfnisse der Kunden abzustimmen.Diese Provider schafften es überdies, mit ihren Tarifen auch für Nutzer mit wechselnden Surfgewohnheiten interessant zu sein.Auch die Kunden von Interactive Networx mit den snafu-Tarifen müssen nicht Hals über Kopf den Provider wechseln, allerdings kann ein Wechsel des Tarifs durchaus sinnvoll sein, wie unsere Tabelle zeigt.

Während im April und Anfang Mai zahlreiche Provider mit neuen Tarifen aufwarteten, ist nun Ruhe eingekehrt.Egal ob nun zeitabhängige Tarife, Pauschaltarife oder die Internet-by-Call-Tarife - die Leistungen und Investitionen in die Netze müssen finanziert werden, der Spielraum für Preissenkungen wird kleiner.

Infos: www.Berliner-Provider.de

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar