Zeitung Heute : Täglich NRW (13)

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13,3 Millionen Wahlberechtigte sind am Sonntag aufgerufen, ein neues Landesparlament zu wählen. Was macht das Wahlrecht in NRW zum Teil so einzigartig?

Mit der neuen Legislaturperiode wird der nordrheinwestfälische Landtag verkleinert – ihm werden künftig nur noch mindestens 181 Abgeordnete statt bisher 201 angehören. Weitere Sitze sind durch so genannte Überhangmandate möglich.

128 Abgeordnete (bisher 151) werden in den Wahlkreisen gewählt. Mindestens 53 Abgeordnete (bisher 50) kommen über die Landeslisten ins Parlament. Die Legislaturperiode dauert fünf Jahre. Es gilt die Fünf-Prozent-Hürde.

Im Gegensatz zur Bundestagswahl hat jeder Wähler nur eine Stimme. Damit stimmt er für einen Wahlkreiskandidaten und gleichzeitig für die Landesliste der Partei, die diesen aufgestellt hat – soferndieser nicht parteilos ist oder einer Partei ohne Landesliste angehört. Wahlberechtigt sind alle deutschen Staatsangehörigen, die am Wahltag das 18. Lebensjahr vollendet haben und in NRW wohnen.

Bei der Wahl treten 15 Parteien mit Landeslisten an. Das sind fünf weniger als vor fünf Jahren. Neben den vier im Landtag vertretenen Parteien SPD, CDU, FDP und Grünen wurden unter anderem auch die PDS, die NPD und die Republikaner zugelassen. Erstmals tritt die neue Linkspartei WASG an. Auch die „Partei“, eine Schöpfung des Satire-Magazins „Titanic“, stellt sich zur Wahl. Tsp

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