Zeitung Heute : Tageszulassung nicht neu: Käufer durfte den Preis für das Fahrzeug mindern

gms

Das Oberlandesgericht Naumburg hat einem Autokäufer eine Kaufpreisminderung von zehn Prozent zugestanden, weil der Händler ein so genanntes Tagesfahrzeug als fabrikneu angepriesen hatte (Az: 2 U 19/99). Zwar war das Fahrzeug noch unbenutzt, doch war es schon vor Monaten auf den Namen des Händlers zugelassen worden, berichtet die in Köln erscheinende Zeitschrift "OLG-Report".

Mit Tageszulassungen steigern Kfz-Händler ihre Umsätze, so der "OLG-Report": Zunächst machen die Verkäufer über die Kurzzulassung das neuwertige Fahrzeug zum Gebrauchtwagen. Danach verkaufen sie das Auto mit durchschnittlich zehn Prozent Preisnachlass, ohne gegen das Rabattgesetz zu verstoßen. Damit steigern sie ihre Abnahmemengen und kommen beim Autohersteller in den Genuss höherer Prämien.

Für den Käufer hat diese Praxis dem Bericht zufolge jedoch einige erhebliche Nachteile. So beginnt die Frist bei den Neupreisklauseln der Vollkasko-Versicherungen mit dem Tag der Erstzulassung. Ebenso verkürzt sich die Frist sowohl beim TÜV als auch bei der ASU. Schließlich werde auf diese Weise die Herstellergarantie verkürzt.

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