Zeitung Heute : TAKTIKSCHULE mit Mathias Klappenbach

-

„Offensiv, dominierend und erkennbar“ müsse Holland spielen. Das ist angeblich so im Vertrag des Nationaltrainers Marco van Basten schriftlich fixiert. Selbst wenn es dort nicht steht: Die Niederländer spielen traditionell offensiv mit drei Stürmern, etwas anderes wird von der Mehrheit der Fans nicht geduldet. Grundlage ist die nach dem Topverein Ajax Amsterdam benannte Ajax-Schule, nach der die Spieler am besten vom Kindesalter an ausgebildet werden sollen. Lehrinhalte sind neben der perfekten Balltechnik das so genannte A und O (Antizipieren und schnelles Orientieren) und die „Demonstration“ attraktiven Spiels durch schnelle Angriffe über die Außenpositionen, die mit echten Flügelstürmern besetzt sind. Diese klassische Position wird im modernen Vereinsfußball nicht mehr oft besetzt, aber in van Persie und Robben hat van Basten exzellente Spieler für diese Aufgabe. Doch nur Robben ist mit Abstrichen torgefährlich. In der Ajax-Schule soll möglichst schnell der am torgefährlichsten positionierte Stürmer angespielt werden. Der heißt bei den Holländern immer Ruud van Nistelrooy. Er ist derjenige, der am Ende der Passkette über außen oder auch einmal die Mitte steht, er hat in 51 Länderspielen 27 Tore geschossen, er entscheidet meist, ob Holland Erfolg hat oder nicht.

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar