Zeitung Heute : TAKTIKSCHULE mit Mathias Klappenbach

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Gegen Argentinien beeindruckte die Elfenbeinküste trotz der Niederlage mit hohem Tempo und überragender Technik. Doch nach ihren kraftvollen Antritten aus der Abwehr oder dem defensiven Mittelfeld wussten die nach vorne gestürmten Spieler oft nicht, wohin mit dem Ball und mussten deshalb abbremsen. Der herausgelaufene Vorteil war wieder dahin. Hinzu kam, dass sich das Offensivspiel zu sehr auf Drogba konzentrierte und deshalb gut auszurechnen war. Deshalb wird Trainer Henri Michel neben Drogba wohl einen zweiten Stürmer aufbieten, der nicht weit vom Tor entfernt anspielbar ist. Wegen dieses zusätzlichen Angreifers ist statt anstrengender und zielloser Sololäufe aus der Abwehr mehr das Kombinationsspiel gefragt. Nur die Außenverteidiger der Afrikaner werden auch heute ihre physische Stärke nutzen und viel nach vorne marschieren. So sollen die holländischen Stürmer Robben und van Persie dazu gezwungen werden, nach hinten zu arbeiten. Dennoch müssen die defensiven Mittelfeldspieler der Elfenbeinküste mehr absichern als im ersten Spiel, wenn die Außenverteidiger ihre Flankenläufe starten, weil sonst gefährliche Konter der sehr offensiv ausgerichteten Niederländer drohen. Dafür müssen sie nicht mehr so oft den Ball nach vorne tragen.

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