Zeitung Heute : TAKTIKSCHULE mit Mathias Klappenbach

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Er ist wieder da. Nein, nicht Francesco Totti, der nach seinem Wadenbeinbruch laut eigener Aussage wieder bei 80 Prozent seiner Leistungsfähigkeit angekommen ist. Noch wichtiger für das Spiel Italiens ist derzeit, dass Andrea Pirlo nach einer langen Formkrise wieder 100 Prozent Leistung zeigt. Über den Spielmacher des AC Mailand laufen die meisten Angriffe der Italiener, er bekommt den gewonnenen Ball aus der Abwehr in der Zentrale zugespielt und verteilt ihn sehr schnell weiter. Mit genauen weiten Pässen schickt er Toni und Gilardino sofort hinaus auf die Flügel, Totti rückt dann häufig als dritte Spitze vor. Er kann sich ohne große taktische Zwänge frei in der Offensive bewegen. Auch wenn einige italienische Fans in den Stadien T-Shirts tragen, auf denen „Catenaccio“ steht, sind die Zeiten des unattraktiven Mauerfußballs endgültig vorbei. Trainer Marcello Lippi hat lange experimentiert, bis er die Formation gefunden hat, die sein offensives System optimal umsetzen kann. Der frühere Libero Lippi kann Italien stürmen lassen, weil er hinten nicht so viele Spieler braucht, die Abwehr ist mit Cannavaro und Nesta außergewöhnlich gut besetzt. Und wenn auch Totti wieder bei 100 Prozent ist, werden die Italiener noch torgefährlicher sein.

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