Tarifkonflikt an den Berliner Flughäfen : Körting soll im Flughafenstreik vermitteln

Der frühere Berliner Innensenator Ehrhart Körting soll versuchen, den Tarifkonflikt an den Berliner Flughäfen zu lösen. Das schlug am Dienstag Verdi vor.

Ehrhart Körting, Ex-Innensenator des Landes Berlin, soll im Flughafenstreik vermitteln.
Ehrhart Körting, Ex-Innensenator des Landes Berlin, soll im Flughafenstreik vermitteln.Foto: Thilo Rückeis

Im Tarifkonflikt an den Berliner Flughäfen soll der frühere Berliner Innensenator Ehrhart Körting (SPD) vermitteln. Die Arbeitgeber stimmten am Mittwochabend einem entsprechendem Vorschlag der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi zu. Es sollten Sondierungsgespräche aufgenommen werden, um zeitnah zu einem tragfähigen Abschluss zu kommen.

Am Dienstag hatten die Arbeitgeber in der Auseinandersetzung um die Arbeitsbedingungen für rund 2000 Beschäftigte der Bodendienstleister eine Schlichtung vorgeschlagen. Das lehnte Verdi als „nicht zielführend“ ab.

Die "vermittelnden Gespräche" sollten schnellstmöglich beginnen. Die Gewerkschaft sieht Körting nicht als Schlichter, sondern als Vermittler – und auch nur unter der Voraussetzung, „dass die Gespräche sofort vorbereitet, terminiert und geführt werden“.

Verdi hatte am Freitag, Montag und Dienstag die Airports in Tegel und Schönefeld bestreikt. Insgesamt fielen rund 1900 Flüge aus, Zehntausende Passagiere waren betroffen. Die Gewerkschaft hat nun eine Streikpause bis einschließlich Sonntag angekündigt. Verdi fordert für die rund 2000 Mitarbeiter des Bodenpersonals eine Erhöhung des Stundenlohns um einen Euro auf zwölf Euro und einen Tarifvertrag mit einjähriger Laufzeit. Die Arbeitgeberseite bietet eine Erhöhung des gesamten Lohnvolumens von acht Prozent über drei Jahre an. (mit Reuters)

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