Zeitung Heute : TATORT AUGSBURG

VON OB KURT GRIBL

WUNSCHKANDIDATEN
WUNSCHKANDIDATENFoto: picture alliance /

Der „Tatort“ ist die älteste Krimiserie des deutschen Fernsehens, Augsburg mit 2000 Jahren eine der ältesten Städte, das sind doch zwei Urgesteine, die zusammengehören. Unser Stadtname weckt Assoziationen zu großen Kriminalfällen, zum Beispiel zu den spektakulären Strafprozessen um Max Strauß oder Karlheinz Schreiber.

Wir können mit einem Schauplatz aufwarten, da würden die „Tatort“-Regisseure Augen machen: nämlich das ausgediente Gaswerk im Stadtnorden. Die Industriebrache und der riesige Gaskessel sind perfekt für einen Showdown in schwindelerregender Höhe, gleichzeitig verweist die Kulisse auf unsere industriegeprägte Geschichte.

Das Schöne am „Tatort“ ist ja, dass die Dinge oft anders liegen, als man sie erwartet. Ähnlich ist das mit uns. Viele halten Augsburg für eine verschlafene Stadt in Bayern, aber das Klischee passt nicht. Wir sind modern und weltoffen, das Leben findet auf den Straßen statt – und ist nicht so verdruckst und volkstümlich wie im Allgäu, wo der „Bulle von Tölz“ spielt.

Die Augsburger gelten zwar als grantig, ihnen liegt nicht gerade das Herz auf der Zunge, aber unsere Äußerungen sind hintergründig, in ihnen schwingt einfach schwäbische Bescheidenheit mit. Und diese Mentalität kann nur jemand von hier authentisch rüberbringen. Deshalb würde ich gerne Waldemar Hartmann zum Kommissar ernennen. Seine stärkste Waffe ist sein verschlagener Humor, da ist er treffsicher wie kein Zweiter. Als weiblichen Part wünsche ich mir Dinah Pfaus-Schilffarth, sie ist Schauspielerin, Musikerin und ebenfalls ein Augsburger Gewächs. Nicht auszuschließen, dass sich beide Kommissare nach Dienstschluss näher kommen – die Rolle des Charmeurs beherrscht Waldi gewiss.

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