Zeitung Heute : Tausende Kinder gehen nicht mehr in ihre Kiezschule

Berlin - Immer mehr Berliner Grundschüler gehen nicht mehr in ihrem eigenen Kiez zum Unterricht. Sie besuchen weiter entfernte Schulen mit besonderen pädagogischen Angeboten. Nach einer Umfrage des Tagesspiegels in den Bezirken stellt bereits jede dritte Familie von insgesamt 27 800 Erstklässlern einen Wechselantrag. Statt der Grundschule im Einzugsbereich werden andere staatliche oder freie Schulen bevorzugt, die mehr selbstständiges Lernen auf der Grundlage von Waldorf- und Montessoripädagogik oder anderer alternativer Konzepte ermöglichen. Auch bilinguale Angebote oder eine internationale Ausrichtung sind gefragt. Außerdem wollen immer mehr Eltern aus bildungsnahen Schichten soziale Brennpunktschulen vermeiden. Berlinweit besuchen inzwischen etwa zehn Prozent aller Grundschüler eine freie Schule. Bildungsferne Familien lassen ihre Kinder hingegen meist in der Kiezschule. Alternative Möglichkeiten sind ihnen oft gar nicht bekannt. sve/cs

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