TEARS FOR FEARS : TEARS FOR FEARS

Foto: picture-alliance /

Roland Orzabal (r.) und Curt Smith, New Wave,

Großbritannien, G

ründung: 1981, Hit: „Shout“



Adam Anderson

: Das sind die besten Musiker überhaupt. Ich habe sie einmal gefragt, warum sie nicht noch größer und berühmter geworden sind. Weil sie keine Pin-Ups waren, die sich ein Mädchen in den 80er Jahren an die Schlafzimmerwand gehängt hätte, war ihre Antwort. „The Working Hour“ ist mein Lieblingssong. Da gibt es einen Tonartenwechsel, den ich, und das gebe ich gerne zu, in unserem Song „Somebody to Die For“ eingebaut habe. Ich finde, das Lied ist ein typisches Beispiel dafür, dass in einem Song lieber zu viele Emotionen drin sein dürfen als gar keine. Wut, Glück, egal was, du musst es fühlen. Musiker, die Angst davor haben, emotional zu sein, sind die schlimmsten.

Theo Hutchcraft: Genau, Tears for Fears vermitteln große Gefühle, die jeder sofort spürt. Die müssen in der Musik und auf der Bühne aufrichtig, aber auch nicht zu ernst sein, in der richtigen Mischung ist es erst glaubhaft. Auch wir sind melodramatisch und schreiben traurige Lieder. Wir therapieren uns damit selbst. Männer sollen in dieser Gesellschaft nicht so stark ihre Gefühle zeigen. Wir aber können das mit unseren Songs. Großartig.

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