THEATER„Emil und die Detektive“ : Haltet den Dieb!

Friederike Sander

Von „Emil und die Detektive“ hat bestimmt jeder schon einmal gehört, aber die Geschichte als Theaterstück in einem ehemaligen Schwimmbad zu sehen, war für mich außergewöhnlich. Erich Kästners Buch handelt von Emil Tischbein aus Neustadt, der in den Ferien allein nach Berlin fährt, um seine Großmutter und seine Cousine Pony Hütchen zu besuchen. Auf der Zugfahrt wird ihm von einem unheimlichen Herrn das Geld gestohlen, das er eigentlich seiner Oma bringen sollte. Zum Glück begegnen ihm in Berlin Gustav mit der Hupe und seine Freunde, die Emil helfen wollen, den Dieb zu schnappen.

Da die Verfolgungsjagd im ganzen Gebäude des Stadtbades stattfindet, müssen sich auch die Zuschauer bewegen. Sie folgen den Schauspielern vom einen Schauplatz zum nächsten. So bekommt man einiges von der wunderschönen Architektur des alten Schwimmbades mit. Der ungewöhnliche Spielort hat aber leider auch seine Nachteile. Die Akustik ist nicht besonders gut, so dass ich einige der Schauspieler nur schlecht verstand. Die Klaviermusik, von der das Stück begleitet wird, konnte ich trotzdem genießen. Besonders beeindruckt war ich nicht nur von den Räumlichkeiten, sondern auch von der Leistung der Kinderschauspieler. Ich hatte das Gefühl, dass die Zehn- bis Zwölfjährigen viel Spaß beim Theaterspielen hatten. Ich denke das Stück ist empfehlenswert für Kinder, im Alter von fünf bis höchstens zwölf Jahren. Friederike Sander

Stadtbad Steglitz, Fr/Sa 5./6.9.,

18 Uhr, So 7.9., 15 Uhr, 4-12 €,

Karten-Tel.: 79 74 80 28, Infos: www.clubtheater-berlin.de.

Friederike Sander
ist 15 Jahre alt

und wohnt in Pankow.

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