Zeitung Heute : THRILLER

Transsiberian

Julian Hanich

Amerikanische Touristen? In der bitterkalten Ferne von Sibirien? In einem Thriller? Ein Schuft, wer Gutes dabei denkt. Der Regisseur Brad Anderson („The Machinist“) verfrachtet ein christliches Paar in die Transsibirische Eisenbahn und verwickelt sie dort in zwielichtige Machenschaften: Ehebruch, Drogenschmuggel, Totschlag und andere gravierende Sünden. Die Moral ist klar: Wer sich als unschuldiger Amerikaner in die Fremde aufmacht, muss fürs Fortkommen manchmal die Härte und Unerschrockenheit der Pioniere zeigen – anders macht man keinen Landgewinn. Der Film zuckelt die ersten 55 Minuten recht gemächlich und auf einigen Umwegen dahin. Und wenngleich er danach über einige Drehbuchlöcher hinwegholpern muss, kommt das Thrillvehikel doch irgendwann ganz ordentlich ins Rollen. Nicht unspannend. Julian Hanich

„Transsiberian“, USA/Spanien/GB, 115 Min., R: Brad Anderson, D: Emily Mortimer, Woody Harrelson, Ben Kingsley

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