Zeitung Heute : THRILLER

96 Hours

Martin Schwickert

Bryan Mills hat seine langjährige CIA-Tätigkeit aufgegeben, weil er sich mehr um seine pubertierende Tochter kümmern will. Die ist zwar bei Muttern und deren reichem Zweitehemann eigentlich gut aufgehoben, aber als Kim mit einer Freundin in den Ferien nach Paris reist, kann der Vater seine Retterfähigkeiten unter Beweis stellen. Die Koffer sind noch nicht ausgepackt, da stürmt schon eine Horde Albaner die Gastwohnung und entführt die beiden jungen Frauen, um sie als Prostituierte zu verkaufen. Regisseur Pierre Morel hält immer schön drauf, wenn es darum geht, behaarte Bösewichte zu foltern und ihnen mit Schusswaffen, Messern oder mit den blanken Händen ein mortales Ende zu bereiten. „96 Stunden“ bedient schamlos alle europhoben Klischees, um sich beim US-Zielpublikum einzuschmeicheln. Misslungen. Martin Schwickert

„96 Stunden“, USA/F 2008,

93 Min., R: Pierre Morel, D: Liam Neeson, Maggie Grace, Leland Orser

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