Zeitung Heute : Tote und Katastrophenalarm bei Hochwasser in Sachsen

Görlitz - Nach dem Bruch einer Staumauer am Witka-Stausee im polnischen Radomierzyce erreichte am Samstag nach 22 Uhr eine sieben Meter hohe Flutwelle entlang der Neiße die deutsch-polnische Grenzstadt Görlitz. Im Erzgebirge kamen drei Menschen, in Polen ein weiterer ums Leben. Überall entlang der Neiße liefen Evakuierungen, teilweise mit Schlauchbooten und Hubschraubern. Der Katastrophenschutz in Görlitz forderte die Bevölkerung auf, ihre Häuser zu verlassen. Ein Straßentheaterfestival wurde abgebrochen. „Wir stehen mit den Kollegen in Polen, Tschechien und natürlich auch in Brandenburg in enger Verbindung“, sagte ein Sprecher in Dresden dem Tagesspiegel: „Niemand weiß, wie hoch die Welle sein wird und was genau uns in den nächsten Stunden erwartet“. Auch Brandenburg bereitet sich auf die Flutwelle vor. Bis Sonnabendabend waren die Behörden noch davon ausgegangen, dass das Hochwasser nur die Stufe 2 erreichen würde: „Niemand hätte gedacht, dass sich die Lage so rasch zuspitzen würde“, hieß es in Potsdam von den offensichtlich überraschten Behörden. dpa/das

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