Zeitung Heute : Tourismusmarkt: Ende des Wachstums nicht in Sicht

Die Grenzen des Wachstums auf dem Tourismusmarkt sind noch längst nicht erreicht. "Der Tourismus hat Zukunft", erklärten Martin Lohmann, Geschäftsführer des Instituts für Tourismus- und Bäderforschung in Nordeuropa (N.I.T./Kiel), und sein Kollege Peter Aderhold (Kopenhagen) in einer Studie. Sie wurde auf einer Tagung der Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen in Tremsbüttel bei Hamburg vorgestellt.

Bis zum Jahr 2010 werde das Volumen von derzeit 63 Millionen auf 80 Millionen Reisen zunehmen. Das entspricht einem jährlichen Wachstum von drei Prozent. Noch stärker wird die Zahl der Kurztrips steigen: Von jetzt 54 Millionen auf ebenfalls 80 Millionen. Dagegen wird die Zahl der Urlauber in diesem Zeitraum voraussichtlich um nur zehn Prozent wachsen.

Machten 1999 sieben Prozent der Urlauber eine Fernreise, werden es 2010 bereits zehn bis 15 Prozent sein. Trotzdem sind die traditionellen Feriengebiete am Mittelmeer nicht an der Wachstumsgrenze: Ihr Anteil am Urlauberaufkommen steigt von derzeit 34 Prozent auf 35 Prozent: "Die Großen wie Spanien und Italien bleiben groß. Sie halten zwar ihre Marktpositionen, ihre Marktanteile aber werden sinken."

Auch bei den Zielgruppen haben die Reisetrendforscher eine neue Gewichtung ausgemacht: So werden die Senioren (60 und älter) der Wachstumsmotor im Tourismus sein. Ihr Anteil wird von derzeit 5,9 Prozent auf 29 Prozent wachsen.

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!