Zeitung Heute : Touristikfachleute

Neue Chancen für Quereinsteiger und Profis mit originellen Ideen

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Auch im Tourismus macht sich die Abkehr von der Schnelllebigkeit bemerkbar. AllInclusive-Reisen, bei denen man nicht mal mehr die eigene Zahnbürste mitnimmt, sondern spontan mit Mini-Gepäck in den Flieger steigt, das war gestern. Die Chefmanager der Deutschen Bahn AG haben mit ihrem speziellen Angebot „Fahrtziel Natur“ eine Nische entdeckt, aber auch Reiseverkehrsfachleute in mittelständischen Agenturen können sich den Trend zunutze machen. Angesichts zunehmender Bedrohung durch Terroranschläge und wegen kleinerer Reisebudgets fahren die Deutschen lieber an die Nord- und Ostsee, in den Harz oder Schwarzwald. Das bedeutet Betreuungsbedarf vor Ort.

Neue Chancen haben auch Quereinsteiger, die ihr Hobby zum Beruf machen – und dabei gut Betuchte ins Visier nehmen. Statt ihre Kunden mit flotten Flitzern über Highroads zu heizen, offerieren sie Gleichmäßigkeitsrennen mit Oldtimern. Dabei hat man sich an vorgegeben Zeiten und Durchschnittsgeschwindigkeiten zu halten. Beliebt sind der Mille Miglia in Italien, Silvretta Classic und Ennstal Classic in Österreich, aber auch Bergrennen auf dem Rossfeld bei Berchtesgaden. Oldtimer-Tourismus gibt es auch als Komplett-Arrangements – etwa mit alten Mercedes Benz mehrtägig durch Schwaben oder in Alfa Spider-Modellen aus den 50er und 60er Jahren durch die Toskana. Das bedeutet Jobs für „Schrauber“ und Reisebegleiter. kaw

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