Zeitung Heute : TRAGIKOMÖDIE

Susos Turm

Lars Weber

Cundo kehrt nach zehn Jahren im Ausland zur Beerdigung seines guten Freundes Suso in seine spanische Heimat zurück. Bald kommen seine alten Probleme wieder hoch. Denn Cundo war ein Junkie, der sich rücksichtslos gegenüber Familie und Freunden verhielt. Bei der Rückkehr gibt er sich geläutert. Er möchte den Traum des Verstorbenen umsetzen, einen Turm zu bauen. Die Rolle des Cundo, der, von Gedächtnislücken geplagt, kein Fettnäpfchen auslässt, ist Javier Camára (Foto) wie auf den Leib geschrieben. Die vier Freunde machen das Leben der „kleinen“ Leute sehr anschaulich. Der Film scheitert leider am Vorhaben des Regisseurs, eine Familien- und Liebesgeschichte einzubauen. Er verliert sich in Sentimentalität. Dabei geht der Witz verloren, der die Beziehungen der Protagonisten ausmacht. Witzig, aber zu sentimental. Lars Weber

„Susos Turm“, Spanien 2007, 100 Min., R: Tom Fernández,

D: Javier Camára, Gonzalo de Castro

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