Zeitung Heute : TRAGIKOMÖDIE

Greenberg

Roger Greenberg (Ben Stiller, Foto), ein jüdischer Tischler aus New York, ist intelligent, scharfzüngig und witzig. Er ist außerdem allein, gerade 40 geworden und frisch aus der Psychiatrie entlassen. Sein reicher Bruder Philip bittet ihn, auf dessen Haus in L. A. aufzupassen. Roger trifft alte Freunde, baut eine Hundehütte und lässt sich von Philips Assistentin Florence herumkutschieren. Sie findet Gefallen an ihm. Regisseur Noah Baumbach gehört zu den Stars des unabhängigen USKinos. Mit boshafter Präzision porträtiert er schwierige Menschen. In „Greenberg“ gelingt ihm diese Balance nicht annähernd so gut wie in seinem Oscar-nominierten Drama „Der Tintenfisch und der Wal“. Allzu schematisch kommen Rogers neurotische Ausfälle daher. Ben Stiller gelingt es daher nicht, diese Figur glaubwürdig oder ein wenig liebenswürdig erscheinen zu lassen. Zwiespältig. Sebastian Handke

„Greenberg“, USA 2010, 107 Min., R: Noah Baumbach D: Ben Stiller, Greta Gerwig, Rhys Ifans, Jennifer Jason Leigh

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