Zeitung Heute : Über die Freiheit der Anwälte

Der diesjährige 59. Deutsche Anwaltstag (DAT), der vom 1. bis zum 3. Mai 2008 in Berlin stattfindet, steht unter dem Motto „Die Anwaltschaft – auf der Seite der Freiheit“. Besonders in den zentralen Veranstaltungen am Freitag und Samstag kommt der Schwerpunkt zum Tragen: Der Strafrechtswissenschaftler Winfried Hassemer, Vizepräsident des Bundesverfassungsgerichts, soll am 2. Mai ab 9.30 Uhr in den Räumen der Komischen Oper Berlin den Festvortrag halten. Am 3. Mai wollen sich die Referenten auch unbequemen Fragen stellen: Wie gegensätzlich sind Vertragsfreiheit und soziale Freiheit? Welche Rolle spielt der Zugang zum Recht? Und: Wie frei muss der Anwaltsberuf sein?

Mit der Liberalisierung der Gesellschaft beschäftigt sich auch das „Aktuelle Thema“ des Deutschen Anwaltstages am Freitag, den 2. Mai ab 14 Uhr. Rund 40 Jahre nach den Studentenunruhen von 1968 diskutieren Rechtsanwälte auf dem Podium, inwieweit die Revolte einer Generation sich auf den Anwaltsberuf ausgewirkt hat. Am Gespräch beteiligt sind Anne Lütkes (Grüne), ehemalige Justizministerin von Schleswig-Holstein, sowie Burkhard Hirsch (FDP), Vizepräsident des Deutschen Bundestages außer Dienst.

Neben dem Fachprogramm können die Anwälte an Ausflügen und Rundgängen teilnehmen: Sie besichtigen die Sommerresidenzen der Hohenzollern, schlendern durch das jüdische Berlin oder lassen sich durch das Parlaments- und Regierungsviertel führen. Manche Freizeit-Aktivitäten sind kostenfrei, für andere müssen die Teilnehmer Gebühren bis zu 82 Euro bezahlen.

Eingeladen zum Fach- und Rahmenprogramm sind nicht nur Juristen und Anwälte, sondern auch Jura-Studenten. Die Dauerkarte für die jährliche Großveranstaltung des Deutschen Anwaltvereins gibt es für Studierende der HU, FU und der Uni Potsdam kostenlos. Alle anderen Gäste zahlen je nach Veranstaltung. phe

Weitere Informationen im Internet unter www.anwaltverein.de/DAT

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