Zeitung Heute : Über Nacht verschwunden

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Mit kurzen Unterbrechungen lebte Theodor Fontane gute sechzig Jahre in Berlin - und er erlebte hier den Wandel von einer beschaulichen preußischen Residenzstadt zu einer Metropole, die mehr und mehr gewisse Anzeichen einer Weltstadt aufwies. Dieser ständige Wandel ist im zwanzigsten Jahrhundert weitergegangen: vieles von dem, was Fontanes Umgebung war, ist durch den Krieg der Nazis zerstört worden. Dennoch ist die Spurensuche, die Wolfgang Feyerabend unternimmt, reizvoll: Von der Niederwallstraße zur Großen Hamburger, Fontanes ersten Eindrücken, beginnt es: „Das kann doch nicht über Nacht verschwinden“, meinte Fontane schon damals ahnungsvoll. Jetzt ist der Stadtteil „Mitte“, um den es bei Fontane auch in seinen Romanen permanent geht, wieder in aller Munde: da wird es Zeit für die historische Tiefendimension. (Wolfgang Feyerabend: Spaziergänge durch Fontanes Berlin. Arche Verlag, Zürich 2002. 187 Seiten, 18 Euro) böt

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