Zeitung Heute : Überwachung in den Altstädten

Mit Beginn der diesjährigen Urlaubssaison will Polen die Sicherheit in- und ausländischer Touristen verbessern. Außer den bereits in den Vorjahren installierten Überwachungskameras etwa in den Altstädten von Danzig (Gdansk), Krakau (Krakow) und Warschau sollen ständig positionierte Polizeiposten an den besonders oft von Touristen besuchten Orten das Sicherheitsgefühl verbessern, kündigte Andrzej Kozlowski, der Leiter des polnischen Tourismusverbandes, in Warschau an.

Kozlowski gab zu, dass Sicherheitsbedenken vor allem westlicher Reisender die Entwicklung des Tourismus in Polen hemmten. "Polen lässt sich nicht als Reiseland vermarkten, wenn es nicht gelingt, das Sicherheitsgefühl der Touristen zu verbessern", sagte er. Da deutsche Touristen den größten Anteil der umworbenen Besucher stellen, soll in den Sommermonaten gemeinsam mit dem ADAC eine Informationskampagne gestartet werden, bei der die Sicherheit von Urlaubern im Mittelpunkt steht.

"Polen ist vielleicht nicht das sicherste Land Europas, aber es lauern auch nicht überall Gefahren", sagte Pawel Biedziak, Sprecher der polnischen Polizei. In den polnischen Großstädten sei dank verbesserter Überwachung und verstärkter Polizeikontrollen die Zahl der Diebstähle und Überfälle, von denen auch immer wieder Ausländer betroffen sind, um bis zu zehn Prozent zurückgegangen.

Hilfe per Telefon

Damit Touristen im Schadensfall so schnell wie möglich Kontakt mit der Polizei aufnehmen können, soll ein Info-Telefon eingerichtet werden. Polizisten mit Deutsch- und Englischkenntnissen wollen dort den Urlaubern weiterhelfen. Autofahrer sollen außerdem mit Beginn der Reisesaison an den Grenzübergängen Flugblätter mit allen wichtigen Notrufnummern und Hinweisen zur Vermeidung von Gefahren erhalten.

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