Zeitung Heute : Um jeden Preis

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DER FREUND

Gerhard Schröder. Der Altkanzler war Mehdorns größter Förderer als Bahnchef. Beide verbindet eine Freundschaft, beide bereden Probleme gerne bei einem Glas Rotwein, beide können gerne einmal etwas grob austeilen – und nehmen es dabei nicht immer ganz so genau. Schröder holte Mehdorn 1999 an die Spitze der Bahn, weil er sich dort endlich einen Unternehmer wünschte. Auch im Streit mit den beiden Aufsichtsratschefs Dieter Vogel und Michael Frenzel konnte sich Mehdorn auf seinen Freund im Kanzleramt immer verlassen.

DER KRITIKER

Albert Schmidt. Der Verkehrsexperte der Grünen zählt zu den vielen Gegnern, die Mehdorns Wirken bei der Bahn kritisch betrachten. „Elan bis zur Realitätsverweigerung“, attestierte er dem Bahnchef einmal. Schmidt selbst ist seit der Bundestagswahl zwar nicht mehr im Parlament vertreten. Verblieben sind aber Horst Friedrich (FDP), gegen den die Bahn auch schon mal vor Gericht zog, und Dirk Fischer (CDU), der jedoch durch die neue Regierungskoalition etwas an Angriffslust eingebüßt haben dürfte.

DIE UNENTSCHIEDENE

Angela Merkel. Mit ihrem Einzug ins Kanzleramt kann Mehdorn nicht mehr auf die bisherige Rückendeckung hoffen. Die neue Regierungschefin hat ein normales, eher geschäftsmäßiges Arbeitsverhältnis zu Mehdorn. Kungelrunden mit ihm beim Rotwein sind nicht ihr Ding.

Tsp

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