Zeitung Heute : UN fordern mehr Hilfe für Afghanistan

Berlin - Der UN-Sonderbeauftragte für Afghanistan, Tom Koenigs, hat in Berlin mehr internationale Hilfe für das Land gefordert. „Wir werden in der nächsten Zeit zusätzliche Unterstützung benötigen“, sagte der Deutsche nach einem Gespräch mit Kanzlerin Angela Merkel am Dienstag. Er dankte für die bisherige Unterstützung Deutschlands, das 3510 Soldaten in Afghanistan stationiert hat: „Wir glauben, dass diese Stärke notwendig ist zur Stabilisierung des ganzen Landes.“ Deutsche Soldaten operieren nur in Ausnahmefällen im Süden. Merkel sagte, die Bundesregierung halte in ihrer Afghanistan-Politik trotz des Geiseldramas weiter Kurs.

Nach einem ARD-Bericht haben Tornado-Aufklärungsflugzeuge der Bundeswehr zur Lokalisierung der Geiselnehmer und ihres Opfers in der Provinz Wardak beigetragen. Der Leichnam des während der Geiselnahme getöteten Deutschen soll am Mittwoch nach Deutschland geflogen und am Donnerstag obduziert werden.

Das Bundesverteidigungsministerium korrigierte am Dienstag die Angaben über die Zahl der seit Beginn des Einsatzes Ende 2001 ums Leben gekommenen Soldaten auf 25. Bisher wurde die Zahl mit 21 angegeben. Nach Informationen des Tagesspiegel erklärt sich die Differenz dadurch, dass auch zwei natürliche Tode und zwei Selbstmorde in die Statistik einbezogen wurden. hmt/S.K.

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