Zeitung Heute : UN-Konferenz: Arme Länder sollen vom Netz profitieren

Die Vereinten Nationen wollen sicher stellen, dass künftig auch arme Länder vom Internet profitieren können. In einer am Mittwoch eröffneten vierwöchigen Konferenz ihres Wirtschafts- und Sozialausschusses (ECOSOC) untersuchen sie, wie der Zugang zum Netz in aller Welt erleichtert werden kann. Entwicklungsländer sollen im Umgang mit dem Internet trainiert und Informationen darin in einer Vielzahl von Sprachen angeboten werden.

Die ECOSOC-Konferenz begann mit einer dreitägigen Ministerrunde. Die Vereinten Nationen seien entschlossen, in der Diskussion über Informationstechnologien die Führung zu übernehmen, sagte der amtierende ECOSOC-Präsident, Indonesiens UN-Botschafter Makarim Wibisono.

"Die krasse Disparität in der Ausbreitung des Internets - und damit der wirtschaftlichen und sozialen Vorteile aus seiner Nutzung - sind Anlass zu ernster Sorge", heißt es im jüngsten UN-Bericht über Informations- und Kommunikationstechnologie (ICT) in aller Welt. Delegationen aus den 54 ECOSOC-Mitgliedsstaaten suchen deshalb mit hochrangigen Vertretern des Weltwährungsfonds, der Weltbank, der Welthandelsorganisation (UNCTAD) und der Industrie nach Wegen für einen weltweit ausgewogenen Internetzugang.

Nach der Ministerrunde, die am Freitag mit einer Erklärung der ECOSOC-Staaten zu ihrer künftigen ICT-Strategie endet, wird anschließend bis zum 1. August auf Expertenebene weiter beraten.

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