UN-SANKTIONEN : Das russische Nein

Russland hat in der Nacht zum Samstag im Sicherheitsrat seine Haltung im Syrien-Konflikt einmal mehr klargemacht:

Moskau lehnte einen arabisch-europäischen Resolutionsentwurf ab. Die europäischen Mitglieder des Rates – darunter Deutschland – hatten mit

arabischen Ländern wie Saudi-Arabien und Marokko den Text erarbeitet.

Russlands UN-Botschafter Witali Tschurkin begründete sein Nein so: Der

Sicherheitsrat dürfe „rote Linien“ nicht überschreiten. Zu diesen roten

Linien zählt Russland vor allem Sanktionen gegen Damaskus, ein Waffenembargo und einen Sturz Assads. Moskau und Damaskus unterhalten traditionell enge Bande. Russland liefert Waffen an die Assad- Truppen, die russische Marine verfügt in Syrien über einen Stützpunkt.

Russland sei aber bereit, sich an den Beratungen des UN-Sicherheitsrates „zu beteiligen“, sagte der Botschafter. jdh

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

1 Kommentar

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben