Zeitung Heute : Und was haben Sie gekauft?

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Neulich, nach ein paar Wodka Thai in einer Bar, sagt Freundin A., ein taffes Mädchen, Juristin, dass sie ein Kinderbuch schreibt. Freundin A., muss man wissen, geht gerne in den Zoo. Nun hat A. auf einem ihrer Streifzüge ihren Liebling gefunden: den Tapir Albert. Albert ist ein Schabrackentapir und schwarz-weiß gemustert. Albert hat die Statur eines sehr großen Schweins und geht A. bis zur Hüfte, ungefähr. Albert hat auch einen beweglichen Rüssel, und damit rupft er Blätter, sein Lieblingsgericht. Obwohl: Das macht er lieber nachts, und deshalb sieht A. von ihrem Albert tagsüber oft nur ein faules Hinterteil.

Vielleicht rührt Albert A.’s Herz, weil er so hässlich ist? Einleuchtend erklären kann sie das nicht, auf jeden Fall nicht mehr nach zwei Wodka Thai. Egal. A. hat schon viele Geschichten über Albert geschrieben: über seine Liebe zu Ida, dem Wasserschwein, oder über den Ausflug zum Potsdamer Platz, wo er den ganzen Tag Rolltreppe gefahren ist. Und auch über des Tapirs Geburtstag. Was uns zum Anlass bringt: Auch A. hat nämlich bald Geburtstag. Wäre eine Patenschaft für Albert nicht ein schönes Geschenk? Dann bekäme A. eine Tafel vor Alberts Gehege, und beide wären auf immer vereint. Also, liebe J., liebe S. und liebe B. – morgen gehen wir in den Zoo und kaufen ein Geschenk.

Der Berliner Zoo hat 13 721 Tiere, und jedes kann einen Paten gebrauchen. Das kostet zwischen 50 und 10 000 Euro. Mit der Spende werden Futter und Pflege finanziert. Christine-Felice Röhrs

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