Zeitung Heute : Union und SPD wollen weiter sondieren Gespräche werden am 14. Oktober fortgesetzt

Berlin - Union und SPD wollen die Suche nach Wegen zu einer gemeinsamen Regierung fortsetzen. Nach dem ersten Sondierungsgespräch zwischen CDU, CSU und SPD in Berlin kündigten die Generalsekretäre der drei Parteien die nächste Gesprächsrunde für den 14. Oktober an. Weitere Gespräche seien notwendig, hätten aber auch Sinn, betonte CDU- Generalsekretär Hermann Gröhe. Ebenso wie seine SPD-Kollegin Andrea Nahles sprach Gröhe von einer guten und konstruktiven Atmosphäre.

Bei dem rund dreistündigen Treffen unter Leitung der Parteichefs Angela Merkel, Horst Seehofer und Sigmar Gabriel wurden nach übereinstimmender Darstellung erste inhaltliche Fragenkomplexe abgeklopft, darunter strittige Themen wie die Steuerpolitik. Gröhe machte deutlich, dass die Neuregelung der Bund-Länder-Finanzbeziehungen aus Sicht der Union eine zentrale Aufgabe für eine große Koalition werden könnte. Ein solches Bündnis hätte im Bundestag, der nach neuesten Auszählungen 631 Mitglieder haben wird, weit mehr als die verfassungsändernde Zweidrittelmehrheit.

Führende Politiker von Union und SPD hatten schon vor Beginn der Gespräche an die gemeinsame Verantwortung appelliert. Gabriel sagte der „Süddeutschen Zeitung“, die Menschen wollten keine Fortsetzung des Wahlkampfs oder gar Neuwahlen. CDU-Fraktionschef Volker Kauder mahnte in der „Bild“-Zeitung, es gehe jetzt nicht um Befindlichkeiten. Die Union trifft sich am Donnerstag zu Sondierungen mit der Grünen-Spitze. Gröhe sicherte zu, dass es keine parallelen Verhandlungen geben werde. Die Union werde zügig entscheiden, mit wem sie eine Koalition aushandeln wolle. bib

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