Zeitung Heute : UN plant Beobachter für Syrien Waffenruhe

hat offenbar Bestand.

Genf/Istanbul - Im Syrien-Konflikt drücken die Vereinten Nationen aufs Tempo: Eine 250 Personen umfassende Beobachtermission der UN soll so schnell wie möglich die brüchige Waffenruhe in dem Bürgerkriegsland überwachen. Das bestätigte Ahmad Fawzi, Sprecher des Syrien- Sondergesandten der UN und der Arabischen Liga, Kofi Annan, in Genf. Ohne die Beobachter könnten die Vereinten Nationen die Einhaltung der Waffenruhe nicht überprüfen. „Wir brauchen Augen direkt vor Ort“, machte Fawzi klar.

Allerdings hat Uneinigkeit zwischen Russland und den übrigen Sicherheitsratsmitgliedern die Verabschiedung der geplanten Resolution verzögert. Großbritannien, die USA, Frankreich, Deutschland, Portugal, Kolumbien und Marokko hätten am Freitag einen veränderten Resolutionsentwurf eingebracht, teilte die UN-Vertretung Frankreichs per Twitter mit. Der russische UN-Botschafter Witali Tschurkin sagte, er habe einen kürzeren Entwurf vorgelegt.

Die Waffenruhe in Syrien habe trotz eines neuen Gefechts in der Nähe der türkischen Grenze weiter Bestand, sagte Fawzi. Bei Protestkundgebungen gegen die Regierung gab es nach Oppositionsangaben am Freitag jedoch elf Tote. Seit Inkrafttreten der Feuerpause am Donnerstag wurden mehr als 30 Menschen getötet. Vertreter der syrischen Exilopposition in der Türkei sagten dem Tagesspiegel, die Entsendung der Beobachter sei ein positiver Schritt. Doch er rechne damit, dass das Regime von Präsident Baschar al Assad versuchen werde, die Bewegungsfreiheit der UN-Beobachter einzuschränken, sagte Mahmut Osman. jdh/sei

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