Zeitung Heute : Unser Bild im Ausland

Rolf Brockschmidt

„Ew. Hochwohlgeboren beehren wir uns, die ergebene Mitteilung von der Begründung unseres Vereins zu machen, welcher den grössten Teil der in Berlin lebenden Vertreter der ausländischen Presse umfasst.“ Mit diesen wohlgesetzten Worten an das Auswärtige Amt hatte der Vorsitzende des Vereins der Ausländischen Presse, Paul Goldmann, im Juli vor 100 Jahren die Vereinsgründung bekannt gegeben. Wer diesen Brief heute liest, staunt über die äußerst höfliche Sprache, die in der Schlussformel gipfelt: „Mit der Bitte, die Versicherung unserer verehrungsvollen Ergebenheit gütigst entgegennehmen zu wollen“.

Im Laufe der 100 Jahre hat sich natürlich nicht nur die Sprache geändert, die Geschichte des Vereins ist eng mit der deutschen Geschichte verknüpft, und davon erzählt diese Beilage, die aus Anlass des 100. Geburtstages der ältesten Journalistenvereinigung in Deutschland erscheint und auch einige Zeitzeugen zu Wort kommen lässt.

Aber eines ist heute ähnlich wie vor 100 Jahren. Der Verein hatte sich in dem noch relativ jungen Deutschen Reich gegründet, weil dieses neue Deutschland mit seiner aufstrebenden Hauptstadt Berlin höchst interessant war. Und wenn heute der VAP steigende Mitgliederzahlen vermeldet, hängt es sicherlich damit zusammen, dass das wiedervereinte Deutschland mit seiner funktionierenden und schillernden Hauptstadt Berlin an Attraktivität für Journalisten gewinnt: Das ist gut so, denn sie entscheiden mit ihren Berichten über unser Bild im Ausland.

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