Zeitung Heute : Unter Strom

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Was wird heute wichtig?

Siemens legt Jahreszahlen vor: Für den Siemens-Konzern sah es lange Zeit nicht gut aus, vor allem der Bereich der IT-Dienstleistungen (SBS) und die Handy-

sparte sorgten für rote Zahlen. Vorstandschef Heinrich von Pierer musste damals seinen Hut nehmen, neuer Chef des Unternehmens wurde Klaus Kleinfeld . Dieser hatte im April erklärt, er wolle persönlich dafür einstehen, dass alle Konzernsparten bis 2007 die Renditevorgaben erfüllen. Heute legt Kleinfeld erstmals seit seinem Amtsantritt vor einem knappen Dreivierteljahr die neue Jahresbilanz vor. Zumindest bei der Vorlage der Neunmonatszahlen Ende Juni hatten sechs der damals zwölf Konzernsparten die Renditeziele nicht erreicht. Zwar wurde die verlustreiche Handysparte inzwischen abgegeben und Sanierungsprogramme bei SBS sowie der verbliebenen Kommunikationssparte (Com) sind angeschoben. Wie der Siemens-Konzern aber am Ende des Umbaus aussehen wird und welche Bereiche Kleinfeld bis dahin noch abtrennen will, ist weiterhin unklar. Ob Siemens im Geschäftsjahr 2004/05 ein paar Millionen Euro mehr oder weniger verdient hat, spiele darum angesichts der großen Umstrukturierungen keine große Rolle mehr, betonen Analysten. Unter dem Strich rechnen sie mit einem Nettogewinn aus dem fortgeführten Geschäft von knapp 2,9 Milliarden Euro – damit würde der Konzern sein Ziel eines etwa unveränderten Gewinns von 3,1 Milliarden Euro aus den behaltenen Geschäften verfehlen. Völlig unklar ist auch noch, in welchem Umfang die Ergebnisse des abgelaufenen Geschäftsjahres und auch die Erträge des neuen Jahres von Einmalaufwendungen für Umstrukturierungen belastet werden. Die IG Metall wirft Kleinfeld schon jetzt Konzeptlosigkeit vor. Tsp/Reuters

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