Zeitung Heute : Unter Strom

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DER VORGÄNGER

Heinrich von Pierer (66) stand mehr als zwölf Jahre lang an der Spitze von Siemens. Er machte Klaus Kleinfeld zu seinem Kronprinzen. Zurzeit leitet Pierer den Innovationsrat der Bundesregierung. Immer noch hören viele Politiker auf seinen Rat. Alle laufenden Ermittlungen – die der Staatsanwaltschaft München wegen der schwarzen Kassen und die der Staatsanwaltschaft Nürnberg wegen Millionenzahlungen an den Gründer der Arbeitnehmervertretung AUB – beziehen sich auf Sachverhalte in seiner Amtszeit.

DER KONKURRENT

Jeffrey Immelt (59) ist Chef des US-Konzerns General Electric (GE). Schon Heinrich von Pierer sah in GE den großen Konkurrenten – und auch für Klaus Kleinfeld ist der amerikanische Rivale Maßstab des Handelns. GE ist doppelt so groß und deutlich profitabler als Siemens. Und Immelt ist einer, der nicht lange zögert. Am besten sei es, man gehe bereits aus einem Geschäftsgebiet heraus, bevor man es restrukturieren muss, ist die Devise des GEChefs. Vor allem in der Medizin-, in der Lichttechnik und in der Energieerzeugung sind der US-Konzern und Siemens erbitterte Konkurrenten.

DER KRITIKER

Berthold Huber, der stellvertretende Chef der IG Metall, sitzt seit Sommer 2004 im Aufsichtsrat der Siemens AG. Die Gewerkschaft kritisiert, dass sich Siemens aus immer mehr Geschäftsbereichen zurückzieht, etwa aus der Kommunikationssparte und nun auch vom Automobilzulieferer VDO. Sie

fordert von Siemens mehr Einsatz für die Mitarbeiter.

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