Zeitung Heute : Unterm Hammer

Markus Horeld

Tagesspiegel Online bietet regionale Auktionen

„Zum Ersten, zum Zweiten und zum ...“ Den traditionellen Ruf des Auktionators entdeckt man seit kurzem auch bei Tagesspiegel Online – in englischer Übersetzung: „OneTwoSold“ heißt das neue Auktionsportal, das den Nutzern der Tagesspiegel-Internetseite eine Alternative zu Ebay & Co bieten will.

Nun herrscht im Internet kein Mangel an Auktionshäusern. Das entscheidende Motiv für den Tagesspiegel, diesen nicht gerade entspannten Markt zu betreten, war die regionale Ausrichtung von „OneTwoSold“. Vielen Internet-Nutzern ist das Angebot der „Großen“ zu unübersichtlich geworden. Und zu teuer. So tummeln sich beispielsweise auf Ebay derart viele Käufer, dass an Schnäppchen kaum mehr zu denken ist. Gnadenlos werden die Preise nach oben getrieben. „Aus Nutzersicht findet man bei Ebay nicht mehr das, was Ebay vor fünf Jahren ausgemacht hat“, sagt Thomas Zydek, Projektleiter bei Tagesspiegel Online.

„Back to the roots“ ist das Motto von „OneTwoSold“. Tagesspiegel Online hat sich deshalb ein Auktionshaus ins Boot geholt, das einige Erfahrung mit dem Aufbau eines regionalen Online-Marktplatzes gesammelt hat: In Österreich, dem Herkunftsland von „OneTwoSold“, konnte in den vergangenen Jahren ein erfolgreicher „Binnenmarkt“ entwickelt werden. Regionalität ist das eine Standbein des Tagesspiegel-Auktionsportals, die Verknüpfung von Print- und Onlineprodukt das andere. So ist beispielsweise eine Kombination aus Auktion und gedruckter Rubrikenanzeige geplant. „Wir wollen damit Lesern und Anzeigenkunden einen zusätzlichen Service bieten“, sagt Tagesspiegel-Geschäftsführer Joachim Meinhold. Gerade im regionalen Bereich bestünden hier gute Chancen. Berliner Händler können also künftig im gedruckten Tagesspiegel für die Produkte werben, die sie auf „OneTwoSold“ versteigern.

Schon jetzt nutzen etliche Läden in Berlin das neue Angebot, indem sie ihre Waren auf „OneTwoSold“ anbieten. Die Käufer wiederum profitieren von der Nähe der Anbieter. Es entfallen die gefürchteten Geld-Überweisungen ins Blaue – und das anschließende bange Warten, ob der Verkäufer seine Ware auch abschickt. „Man fährt einfach hin, bezahlt und nimmt die Ware mit“, sagt Thomas Zydek. „Es läuft genauso einfach wie bei den klassischen Secondhand-Zeitschriften.“ Der Handel ist eröffnet.

Im Internet:

http://tagesspiegel.onetwosold.de

http://www.s-itt.de

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