Zeitung Heute : Unverkennbar ein echter Range Rover

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Er gehört zu den Wegbereitern der besonders edlen Geländewagen, die ausgezeichnete Off-Road-Eigenschaften mit hohem Fahrkomfort auf ausgebauten Straßen und einer luxuriösen Ausstattung verbinden - der Range Rover. 1970 gab dessen erste Version ihre Debüt. Nun folgt die dritte Generation.

Ihren ersten Auftritt vor großem Publikum wird sie kurz nach Jahresbeginn bei der Detroiter Autoschau haben. Schon bald danach soll der neue Range Rover auch bei den Händlern eintreffen. Und in diesen Tagen zeigte Land Rover erste Bilder des neuen Spitzenmodells, das mit seiner kantigen Karosserie mit ihren sanften Rundungen auf den ersten Blick erkennen lässt, welches Auto man hier vor sich hat.

Als die Entwicklung der dritten Generation des Range Rover begann, da gehörte das Unternehmen noch zu BMW. Und so waren es vor allem BMW-Ingenieure, die das Package für dieses Auto entwarfen und seine Entwicklung vorantrieben. Dabei fanden viele Elemente des BMW X5 den Weg in den neuen Range Rover.

Ganz entscheidend ist zum Beispiel der Ersatz der früheren Konstruktion mit stabilem Kastenrahmen durch eine selbsttragende Karosserie, die sich durch extrem hohe Verwindungssteifigkeit auszeichnet. Und auch beim Fahrwerk setzte BMW neue Akzente, denn der Technik des BMW X5 entsprechend hat auch der neue Range Rover rundum einzeln aufgehängte Räder. Trotzdem hat er nichts von seinen Off-Road-Qualitäten eingebüßt - im Gegenteil, er ist abseits ausgebauter Straßen sogar noch besser geworden.

Wie Rover und MG, so gehört auch Land Rover seit dem vergangenen Jahr nicht mehr zu BMW. Während Rover und MG als eigene Marke weitermachen, kam Land Rover unters Dach von Ford. Das allerdings hat die BMW-Entwickler nicht gehindert, ihre unter anderen Vorzeichen begonnene Arbeit auch nach der Trennung von Land Rover von BMW fortzuführen und konsequent zu Ende zu bringen, indem sie den neuen Range Rover, der im Werk Solihull vom Band rollt, serienreif machten. Und deshalb überrascht es auch nicht, dass unter der Motorhaube des neuen Range Rover BMW-Motoren arbeiten. Das werden zum Marktstart ein 4,4-Liter-V8-Benziner mit 210 kW (286 PS) und ein moderner direkt einspritzender 3,0-Liter-Turbodiesel mit Common-Rail-Hochdruckeinspritzung sein.

Später soll auch noch ein großvolumiger V12-Motor von BMW hinzukommen. Und auch Ford wird das Motorenprogramm in der nächsten Zeit ergänzen - mit verschiedenen eigenen Konstruktionen. Und auch nicht alles beim neuen Range Rover ist BMW-Technik. Denn beim permanenten Allradantrieb mit Geländereduktion blieb man der bewährten Technik treu. Das gilt ebenfalls für die für den Range Rover so typische Luftfederung.

Innen gibt sich der neue Luxus-Off-Roader sehr elegant und komfortabel und glänzt mit edlem Leder und wertvollem Holz und einem hervorragend aufgeräumten und eleganten Armaturenbrett. Und kaum einen Wunsch offen lässt die luxuriöse Ausstattung. Das allerdings hat auch seinen Preis, denn der wird für das Basimodell mit Turbodiesel um 120 000 DM liegen. Bei Land Rover geht man davon aus, dass man zu diesem Preis allein in Deutschland rund 2000 Einheiten pro Jahr wird verkaufen können - trotz der etablierten Konkurrenz mit Stuttgarter und Münchener Markenzeichen und der ebenfalls respektablen Mitbewerber mit japanischen Markenzeichen, zu denen noch im nächsten Jahr ein ganz neuer Porsche und ein ähnliches Modell mit VW-Signet treten werden.

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