Zeitung Heute : Update: Neues Office-Paket von Microsoft kommt Ende Mai

Das meistverbreitete Software-Paket für Büroanwendungen, Microsoft Office, wird ab 31. Mai in einer neuen Version angeboten. Die Sammlung von Textverarbeitung (Word), Tabellenkalkulation (Excel), Präsentationssoftware (PowerPoint), E-Mail und Terminverwaltung (Outlook), Datenbankanwendung (Access) und weiteren Software-Instrumenten fürs Büro wurde umfassend überarbeitet.

Wichtigste Neuerungen in Office XP sind "Smart Tags" für den direkten Zugriff auf sinnvolle Funktionen während einer bestimmten Anwendungssituation, Verbesserungen bei der Zusammenarbeit mehrerer Anwender und eine engere Verbindung mit dem Internet. Ebenfalls neu ist die SharePoint-Technik für die Einrichtung von Web-Portalen: Hier können Arbeitsgruppen oder Firmenabteilungen ihre eigenen Bekanntmachungen, Diskussionsforen, Terminkalender und Dokumentsammlungen pflegen. Das XP im Produktnamen steht für "Experience" (Erfahrung).

30-Tage-Testversion

Office XP wird es nach Angaben von Microsoft erstmals zum Ausprobieren in einer "Trial-Version" geben. Diese ermöglicht es, die Professional-Ausgabe des Pakets zum Preis von 9,95 Dollar (21,50 Mark) 30 Tage lang zu testen. Die Vollversion der Software kostet 1529 Mark, das Update von einer früheren Ausgabe 799 Mark. In der preiswerteren Standard-Ausgabe von Office zum Preis von 1329 Mark (Update 599 Mark) fehlt die Datenbankanwendung Access. Bisherigen Office-Anwendern wird eine "Special Edition" angeboten, die zum Update-Preis von 999 Mark das "Professional"-Paket sowie unter anderem den Web-Seiten-Editor Frontpage 2002, das Layout-Programm Publisher 2002 und die Microsoft-Maus "IntelliMouse Explorer" enthält.

Neben dem Office-Paket steht in diesem Jahr noch eine weitere wichtige Microsoft-Neuerung an: Windows XP - bisher unter dem vorläufigen Namen Whistler bekannt - wird das erste Windows für Privatanwender sein, das so stabil läuft, wie man das eigentlich schon immer erwartet hat. Die wichtigste Neuerung der für Herbst erwarteten Software ist zugleich auch die am wenigsten ins Auge fallende. Mit Windows XP endet nach 20 Jahren die DOS-Ära. Die Technik dieses "Disk Operating Systems" lag allen bisherigen Ausgaben von Windows für den Heim-PC zugrunde. Damit sollte gewährleistet sein, dass auch ältere DOS-Programme wie vor allem Spiele noch unter Windows laufen. Zugleich aber bedeutete dies, dass viele Programme das gesamte System in den Abgrund reißen konnten.

Mehr Stabilität durch Windows XP

Auf mehr Stabilität bedacht ist die für den Einsatz im Unternehmen entwickelte Seitenlinie der Windows-Familie, die 1993 mit Windows NT einsetzte und im vergangenen Jahr mit dem sehr solide laufenden Windows 2000 fortgesetzt wurde. Jetzt wird Windows XP zum stabilsten und sichersten Windows, das es je gab. Dazu trägt neben dem weiter entwickelten Systemkern auch die Mehrbenutzerverwaltung bei, die es bislang nur bei Windows NT/2000 gab.

Bereits die soeben erschienene Testversion von Windows XP läuft rund und störungsfrei. Nur an wenigen Ecken fallen noch kleinere Fehler auf. So verweigert der Befehl zum Kopieren einer Diskette bislang seinen Dienst. 500 000 Test-Anwender sind aufgerufen, solche Mängel zu melden, damit die endgültige Version von Windows XP möglichst fehlerfrei auf den Markt kommt.

Natürlich sieht das neue Windows auch ganz anders aus als die bisherige Oberfläche - also der nach dem Einschalten des Computers auftauchende Bildschirm. Hier geht die Mode jetzt wieder weg von den zarten Pastelltönen und hin zu kräftigen Signalfarben. Kräftige Farben zeichnen auch jene Fenster aus, die dem Betriebssystem ihren Namen gegeben haben.

Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben