Zeitung Heute : Urmenschen unter der Lupe

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert mit etwa einer Million Euro eine Emmy-Noether-Nachwuchsgruppe am Institut für Prähistorische Archäologie der Freien Universität. In dem auf vier bis fünf Jahre angelegten Projekt soll der Zusammenhang der vorgeschichtlichen Lebensbedingungen mit der Körpergröße des prähistorischen Menschen untersucht werden. Leiterin der interdisziplinären Forschergruppe ist die promovierte Archäologin Eva Rosenstock.

Das Konzept des „Biologischen Lebensstandards“, das durch die Körpergröße erwachsener Menschen auf die Qualität und Menge insbesondere des Eiweißanteils in der Ernährung schließt, wird in der wirtschaftshistorischen Forschung bereits seit einigen Jahren angewendet. Die Wissenschaftler wollen herausfinden, ob dieser Ansatz auf die prähistorische Zeit übertragen werden kann: die Körpergröße soll in Modellen zu Wirtschaftsweise und Lebensbedingungen in der Vorgeschichte als Kontrollgröße verwendet werden. Hierzu werden die Grundlagen des Zusammenhangs zwischen Nahrungseiweiß und Körpergröße untersucht. mha

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