Zeitung Heute : Urs Widmer, Schriftsteller

WAS ICH MAG WAS ICH NICHT MAG

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WAS ICH MAG WAS ICH NICHT MAG

1. Zu Hause:

Meine Frau glücklich; die Katze gesund.

2. Beim Lesen:

Einen wachen Kopf.

3. Beim Schreiben:

Dito.

4. An Utopien:

Dass sie nicht wirklich werden müssen.

5. An Deutschland:

Die Deutsche Bahn.

6. An der Schweiz:

SBB, die Schweizer Bahn.

7. An Frauen:

Alles, fast alles.

8. An Familie:

Der Clan ist dein Schicksal; also liebe ihn lieber gleich.

9. Beim Essen:

Dass es mir gut schmeckt.

10. Und sonst…:

„Solange es nicht weh tut…“

1. Zu Hause:

Heizung kaputt, Rohrbruch, Müllabfuhr nicht gekommen.

2. Beim Lesen:

Der Verdacht, mit dem falschen Buch begonnen zu haben.

3. Beim Schreiben:

Kopfweh, Herzweh, Beinweh.

4. Beim Aufwachen:

Dieses Gefühl, nicht genügend Schlaf gekriegt zu haben.

5. An Deutschland:

Dass die Fußballnationalmannschaft so trostlos spielt und dennoch ins Finale kommt.

6. An der Schweiz:

Dass die Fußballnationalmannschaft so tapfer spielt und dennoch nie ins Finale kommt.

7. An Frauen:

Grob; laut; stur. Aber das ist selten.

8. Beim Essen:

Das Wort Süppchen.

9. An meinem Leben:

Ich mag mein Leben.

10. Ein Satz, den ich nie wieder hören möchte:

„Jetzt reiß dich mal ein bisschen zusammen.“

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