URTEILE : Wenn einer für zwei arbeitet

POST FÜR ZWEI
Das Bundesarbeitsgericht urteilte in dem Rechtsstreit einer Briefzustellerin gegen die Post, dass untergeordnete wirtschaftliche Interessen für ein Nebenjobverbot nicht reichen. Die Frau war 15 Stunden bei der Post tätig und wollte bei einer anderen Firma sechs Stunden in der Woche Zeitungen und Briefe austragen. Das müsse erlaubt sein, weil es die Hauptarbeit nicht beeinträchtige. (BAG, AZ: 10 AZR 66/09)

BUS FÜR ZWEI
Ist in einem Manteltarifvertrag, der für einen Busfahrer des öffentlichen Nahverkehrs gilt, geregelt, dass „Nebentätigkeiten, die mit dem Lenken von Kraftfahrzeugen verbunden sind“, nicht gestattet sind, darf dem Mann verboten werden, bei einem privaten Busunternehmen (neben seiner Arbeitszeit von 38,5 Stunden) 15 Stunden in der Woche zu fahren. (BAG, AZ: 9 AZR 343/00)

(af, mht)

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