Zeitung Heute : URTEILE

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Bei gefälschtem Zeugnis droht Jobverlust

Wer sich mit einem gefälschten Zeugnis um einen Arbeitsplatz bewirbt, riskiert den Verlust seines Arbeitsplatzes, sobald dem Arbeitgeber die Täuschung bekannt wird. Das geht aus einem Urteil des Landesarbeitsgerichts Baden-Württemberg hervor. Der Arbeitgeber stellte in dem Fall nach achtjähriger Beschäftigung fest, dass ein Arbeitnehmer die Bewertungen in seinem Ausbildungszeugnis in bessere Beurteilungen verfälscht hatte. Daraufhin focht er mit Erfolg das Arbeitsverhältnis wegen arglistiger Täuschung an. Er hätte bei der seinerzeitigen Bewerberauswahl eine Vorauswahl aufgrund der Ausbildungsnoten getroffen, lautete seine Begründung. Der Arbeitnehmer habe den Arbeitsplatz erhalten, da er gegenüber anderen Bewerbern bessere Beurteilungen vorgelegt habe. Das Arbeitsverhältnis konnte mit sofortiger Wirkung gelöst werden. dpa/gms

Betriebsrat muss bei geplanter Telearbeit mitbestimmen können

Arbeitgeber dürfen Telearbeit nicht ohne Mitwirkung der Beschäftigten einführen. So sei der Betriebsrat frühzeitig zu hören und dürfe nicht erst informiert werden, wenn etwa die technischen Planungen bereits abgeschlossen sind, teilt der Personalverlag mit. Laut Betriebsverfassungsgesetz müssen Arbeitnehmervertreter die Einführung von Telearbeit mitgestalten können. Dazu gehöre, dass der Betriebsrat rechtzeitig über den Einsatz neuer Arbeitsverfahren unterrichtet wird und schriftliche Unterlagen etwa über neue EDV-Anlagen erhält.dpa/gms

Wechsel der Steuerklasse schützt nicht vor Gehaltspfändung

Laut einem Urteil können Arbeitnehmer durch einen Wechsel der Steuerklasse nicht einer Gehaltspfändung entgehen. In dem Fall wechselte ein Kunde angesichts einer drohenden Gehaltspfändung in eine andere Steuerklasse und fiel so mit seinem Lohn unter die Pfändungsgrenze. Das Gericht wertete dies jedoch als unlautere Manipulation. dpa/gms

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