Zeitung Heute : USA kündigen der Welt neuen Stil an

Vize-Präsident Biden auf Sicherheitskonferenz

München - US-Vizepräsident Joe Biden hat in seiner ersten Rede jenseits von Amerika der Welt eine doppelte Botschaft mitgebracht. Die neue Regierung sei entschlossen, einen „neuen Ton“ anzuschlagen, „rund um den Globus“, sagte er am Samstag auf der 45. Münchner Sicherheitskonferenz und unterstrich die Notwendigkeit der Zusammenarbeit. Gleichzeitig forderte er: „Wir brauchen ihre Hilfe.“ Unter anderem würden die USA „andere bitten, Verantwortung für einige Insassen von Guantanamo zu übernehmen“. Der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Gert Weisskirchen, sagte, Deutschland stehe in der Pflicht. Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) kündigte an, noch einmal über das Thema zu reden.

Mit Blick auf die Lage in Afghanistan forderte Biden zwar den Rat und die Ideen der Partner für Strategien, machte aber auch deutlich, dass weitere Wünsche folgen werden. „Amerika wird mehr tun. Das ist die gute Nachricht. Die schlechte ist, dass Amerika auch mehr von seinen Partnern fordern wird.“ Die Zusammenarbeit werde partnerschaftlich sein, „wenn es möglich ist“. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hatte am Morgen gesagt, kein Land könne internationale Konflikte alleine lösen, „egal wie groß“.

Deutliche Worte richtete Biden an den Iran. Washington sei gesprächsbereit, aber dazu müsse der Iran sein „illegales Nuklearprogramm“ aufgeben. In dem Fall werde es „echte Anreize“ geben. mue

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