Zeitung Heute : Valie Export, Künstlerin

Befragt von Beatrix Schnippenkoetter

WAS ICH MAG

1. Beim Aufwachen: „O happy day!“ (Edwin Hawkin Singers).

2. Zu Hause: Wenn das Sonnenlicht sich auf unserem

alten Parkettboden spiegelt.

3. An Frauen: „Pretty woman walking down the street“ (Roy Orbison).

4. An Männern: Das definiert sich immer wieder neu.

5. An den 68ern: Die Aufbruchstimmung.

6. An Körpern: „Body language“ (Queen).

7. An Berlin: „Another brick in the wall“

(Pink Floyd).

8. An Deutschland: Dass die Deutschen immerhin die Hälfte des Wiener Schmähs verstehen.

9. An Österreich: Auch mit angezogener Handbremse kommt man hier zum Ziel.

10. Ein Satz, den ich gerne öfter hören würde:

„Gemeinsam sind wir stark.“

WAS ICH NICHT MAG

1. Beim Aufwachen: Schlechtwetter.

2. Zu Hause: Den Staub in den Parkettritzen.

3. An zeitgenössischer Kunst: Das Redundante.

4. An Frauen: Plaudern bei der Wassergymnastik.

5. An Männern: Starrsinn.

6. An den 68ern: Das ewige Flower-Power.

7. An Körpern: Das Auf und Ab auf der Waage.

8. An Sprache: Die politische Ausbeutung.

9. An Berlin: Die Berliner Schnauze.

10. An Deutschland: Die Bahnstreikkultur.

11. An Österreich: Die labile Haltung der

Österreicher, die Innovationsfeindlichkeit.

12. An meinem Leben: Daran gefällt mir alles.

13. Ein Satz, den ich nie wieder hören möchte: „Frauen sind doch heute gar nicht mehr benachteiligt.“

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